Longlist 1/2022 der Deutschen Schallplattenkritik // TIME TRAVEL von lautten compagney BERLIN

Longlist 1/2022 der Deutschen Schallplattenkritik // TIME TRAVEL von lautten compagney BERLIN

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TIME TRAVEL – Baroque goes Pop mit Asya Fateyeva

Herzlichen Grlückwusch!  »Time Travel« wurde in der Kategorie »Grenzgänge« laut Longlist 1/2022 für den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Die lautten compagney BERLIN hofft auf geneigtes Daumendrücken …

Mit dem neuen Album »Time Travel« (Veröffentlichung am 8.10.2021) stellt das vielfach ausgezeichnete Ensemble lautten compagney BERLIN einmal mehr ein ungewöhnlich konzipiertes Album vor: Ausgewählte Hits der legendären Beatles treffen auf die Musik des berühmtesten englischen Barockkomponisten, Henry Purcell. Und das Ergebnis ist auch live verblüffend gut:

»Die Purcell- und Beatles-Kompositionen gehen nahtlos ineinander über […] Geschickter und klüger kann man Alt und Neu kaum kombinieren, alles ist hier organisch und logisch, nichts wirkt gewollt oder aufgesetzt. Und dem gesamten Ensemble sprießt die pure Musizierlust nur so aus den Poren«

Hamburger Abendblatt, Elisabeth Richter zur Konzertpremiere in der Hamburger Elbphilharmonie am 2.7.2021

Kein Wunder, denn die auf die spezielle Besetzung der Lautten Compagney zugeschnittenen Arrangements vom Komponisten und Cellisten Bo Wiget und Ensembleleiter Wolfgang Katschner bauen eine eindrucksvolle klangliche Brücke zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert. Eine ganz eigene Farbe erzeugt das solistisch eingesetzte Saxophon, das zumeist die ursprüngliche Gesangsmelodie wiedergibt und von der jungen Saxophonistin Asya Fateyeva mit wundervollem Ausdruck gespielt wird. Auf »Time Travel« finden sich Lennon / McCartney-Songs wie »Yesterday«, »Another Girl«, »Because«, »Tomorrow never knows« oder »When I’m 64« und Werke aus berühmten Bühnenwerken Purcells wie »King Arthur«, »The Fairy Queen«, »Dido and Aeneas«, »The Indian Queen«, »Abdelazer« sowie »Bonduca«. Obwohl kein Wort gesungen wird, ist die poetische Qualität der Songs bzw. Werke jederzeit präsent. Und es zeigt sich, dass The Beatles und Henry Purcell nicht nur ihre Heimat England, ihre Popularität und musikalische Vielseitigkeit verbindet, sondern auch ein ausgesprochener Sinn für eingängige Melodien.

 

 

»Wenn eine Musikscheibe mit dem Motto Time Travel für sich wirbt, muss man an experimentelle Zeitreisen denken. Und wenn es dort um Baroque goes Pop geht, darf man, oft davon gepeinigt, die Stirn runzeln. Hat dann aber nicht an die Berliner lautten compagney und die tolle Saxophonistin Asya Fateyeva gedacht. Was sie alle antreibt, wenn sie die stürmische Begegnung von Henry Purcell mit den Beatles herbeiführen, ist pure Neugier und die Lust, den britischen Pop 1690 mit dem von 1962 kurzzuschließen. Spannung ist garantiert, wenn „Another Girl“ von John Lennon und Paul McCartney sich mit Purcells „Hark! Hark! Each Tree“ verbündet, „Yesterday“ mit „They tell us“ – und so weiter durch die genau 28 Glieder einer glitzernden Kette. (deutsche harmonia mundi)«

SZ, Wolfgang Schreiber

»Wenn Didos Trauerarie organisch in den Klassiker Yesterday einfließt, wird die Melancholie zur Brücke zwischen den Stücken  und dieses Gefühl tut der Seele, vor allem im Herbst, manchmal so richtig gut.«

ndr Kultur, CD-Tipp, 27.10.2021

»Eine aparte Klangfarbe steuert die Saxofonistin Asya Fateyeva bei, die hier die unschuldige Bassstimme des barocken Arrangements zur Hupe werden lässt, da Koloraturen mit jazzigen Skalen vertauscht und sich dort eine Melodie einverleibt und sie melancholisch aushaucht, dass man Herzweh bekommt. Auf dieser Basis, mit dem historischen Blasinstrument Zink, Violine und Laute, wirken Beatles-Songs wie Yesterday, Girl oder When I’m 64 zwingend zugehörig. Der Pop aus Liverpool erscheint nicht als eine andere Ära, er verlängert vielmehr die Achse, auf der Poesie und Melodie durch die Zeit reisen. Da kommt es zu wunderbaren Momenten von Fusion ohne Konfusion.«

Zeitonline, 13.10.2021

Hintergründe:

 

 

Die Geschwister:

 

Another girl: